
Westumgehung Dormitz

"Fragen zur Westumgehung Dormitz"
Liebe Bürgerinnen und Bürger von Dormitz,
auf dieser Seite möchten wir Ihnen Fragen vorstellen, die sich uns bei Durchsicht der Pläne zur Westumgehung Dormitz stellen.
Wir würden uns freuen, wenn dadurch die Diskussion bei den Dormitzer Bürgerinnen und Bürgern angeregt wird.
Entgegen falschen Pressemeldungen liegt dem Bürgerforum Dormitz nicht ein Hinauszögern der Umgehungsstraße am Herzen, vielmehr
verlangt unser demokratisches Verständnis Aufklärung und Information, die wir Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger auf diesem
Wege zukommen lassen möchten.
Überblick der Fragen: (Klick auf die Frage bringt Sie direkt dort hin)
- Werden sich durch die Umgehungsstraße die Lärmbelastungen für den Grossteil der Dormitzer Bevölkerung mindern?
- Inwieweit wird durch die Umgehungsstraße das Fuß- und Radwegenetz beeinträchtigt?
- Welche Feldwegverbindungen in Richtung Weiher bleiben erhalten?
- Welche Auswirkungen wird die Umgehungsstraße für die Anwohner der Rosenbacher Straße mit sich bringen?
- Wird die Erleinhofer Straße an die Umgehungsstraße angebunden?
- Wird der Eichenbestand an der Rosenbacher Straße verschont?
- Wird bei den Planungen zur Umgehungsstraße die Streckenführung der StUB berücksichtigt?
- Welche Auswirkungen wird die Umgehungsstraße auf die Hochwassersituation auf landwirtschaftlichen Flächen und am Rande
der Wohnbebauung haben?
- Welche Verkehrsprognosen werden dem Umgehungsstraßenbau zugrunde gelegt?
- NEU: Wie wird der Rückbau der heutigen Hauptstraße finanziert?
1. Werden sich durch die Umgehungsstraße die Lärmbelastungen für den Grossteil der Dormitzer Bevölkerung mindern?
Nach derzeitigem Planungsstand wird über die Verlängerung der Rosenbacher Straße eine Querung mittels Unterführung mit lichter
Höhe von 4,50 m erfolgen. Die Umgehung wird auch aufgrund der Höhenlage am Rosenbacher Berg auf einen hohen Damm gelegt.
Dies bedeutet für ganz Dormitz eine Lärmbelastung. Der Straßenlärm wird ungehindert den tieferliegenden Ort beschallen.
Lärmschutzmaßnahmen sind vom Straßenbauamt nicht vorgesehen. Ggf. könnten zwar Lärmschutzwälle oder Lärmschutzwände auf Kosten
der Gemeinde errichtet werden, dies hat Herr Bgm. Schmitt signalisiert, dazu ist allerdings noch ein entsprechender
Gemeinderatsbeschluss erforderlich.
Lt. Bgm Schmitt ist an eine Baulandausweisung bis zur Umgehungstrasse gedacht, dann könnte ein solcher Lärmschutzwall auch verwirklicht
werden und die Kosten dafür umgelegt werden.
Das Bürgerforum favorisiert eine maßvolle Tieferlegung der gesamten Umgehungsstraße um den Lärm zu reduzieren. Auch eine Überführung
der Rosenbacher Straße sollte überprüft werden. Jedenfalls sollte die Lärmbelästigung durch die Dammlage der Straße nicht unterschätzt werden!
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2. Inwieweit wird durch die Umgehungsstraße das Fuß- und Radwegenetz beeinträchtigt?
Es werden Wanderverbindungen (Schlesierstraße, Am Tiefen Weg) gekappt. Der Zugang zur Naherholung wird dadurch für viele Dormitzer Bürger
erschwert. Das Gebiet Langenau ist zu Fuß oder mit dem Rad nicht gefahrlos zu erreichen, da hier lediglich eine einfache Querungshilfe, wie
an der Hauptstraße, vorgesehen ist.
Die Planungen liegen uns aktuell vor. Der Gesamtplan ist hier
zu sehen. Das Gebiet mit der Kreuzung Umgehungsstraße/Erleinhofer Str. haben wir herauskopiert:


Diese Beeinträchtigungen sind für das Bürgerforum nicht hinzunehmen. Hier wird der Kraftverkehr zu Lasten der umweltfreundlichen
Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer gefördert. Das Gewerbegebiet Langenau ist u.a. mit dem Argument Arbeitsplätze für Dormitzer
zu schaffen ausgewiesen worden. Diese können aber nach dem Bau nicht problemlos mit dem öffentlichen Nahverkehr oder mit dem Rad zum
Arbeitsplatz kommen. Des weiteren wird der Pferdehof am Erleinhof, der zur Gemeinde Dormitz gehört, abgeschnitten. Wie in Neunkirchen die
Querung zum Reiterhof erfolgt muss sich noch zeigen. Wir fordern deshalb eine sichere Lösung zum Überqueren der Umgehungsstraße.
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3. Welche Feldwegverbindungen in Richtung Weiher bleiben erhalten?
Nach derzeitigem Planungsstand werden die Feldwege an den Verlängerungen Schlesier Straße und Am Tiefen Weg gekappt. Da selbst einfache
Querungen wegen der Böschungen nicht möglich sind bestehen hier keine Durchgangsmöglichkeiten für Fußgänger, Radfahrer und für
landwirtschaftliche Fahrzeuge.
Die Planungen liegen uns aktuell vor. Der Gesamtplan ist hier
zu sehen. Das Gebiet mit den gekappten Wegen (Schlesier Straße und Am Tiefen Weg) haben wir herauskopiert:

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4. Welche Auswirkungen wird die Umgehungsstraße für die Anwohner der Rosenbacher Straße mit sich bringen?
Da die Verlängerung der Rosenbacher Straße die einzige Querungsmöglichkeit für den landwirtschaftlichen Verkehr darstellt wird hier
der Verkehr zunehmen. Das Nadelöhr Einmündung Hauptstraße/Rosenbacher Straße wirft verkehrsrelevante Probleme auf:
- unübersichtliche Ausfahrt in die Hauptstraße
- enger Radius für landwirtschaftliche Fahrzeuge
- Gefährdung für Fußgänger, da unübersichtlicher Einmündungsbereich
- enge Straßenführung im vorderen Bereich der Rosenbacher Straße
Bereits jetzt sind die Anwohner aufgrund der Anbindung eines Busunternehmens in dieser Straße starken Verkehrsbelastungen ausgesetzt.
Um eine weitere Verschärfung an dieser Stelle zu vermeiden sollte im Rahmen des Hauptstraßenrückbaus an eine Ausweitung des
Einmündungsbereiches gedacht werden.
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5. Wird die Erleinhofer Straße an die Umgehungsstraße angebunden?
Lt. Planungen soll nur das Gebiet Langenau an die Umgehungsstraße angebunden werden. Das südlich von der Umgehung gelegene
Gebiet mit den drei bestehenden Betrieben, sowie dem Wertstoffhof, werden lt. derzeitigen Planungen auch weiterhin nur durch das
Dorf und nicht über die Umgehungsstraße anzufahren sein.
Das Bürgerforum und Herr Bgm. Schmitt sind sich an dieser Stelle einig, dass dies nicht praktikabel und sinnvoll ist. Es sollte
auf jeden Fall ein Anschluss an die Umgehung eingeplant werden und die Erleinhofer Straße von der Hauptstraße kommend direkt vor
dem Wertstoffhof für den Durchgangsverkehr gesperrt werden.
Unserer Meinung nach ist eine Anbindung an das Gebiet Langenau auch weiter westlich möglich, dadurch wäre eine Unterführung oder
Überführung mit Wirtschaftsweg für Fußgänger, Radfahrer und Reiter zu den südlich gelegenen Betrieben baulich leichter umzusetzen.
Die Planungen liegen uns aktuell vor. Der Gesamtplan ist hier
zu sehen. Das Gebiet der Kreuzung Erleinhofer Str./Umgehungsstr. finden Sie in dieser Fragenliste weiter oben.
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6. Wird der Eichenbestand an der Rosenbacher Straße verschont?
Lt. mündlicher Aussage des Straßenbauamtes Bamberg, Herrn Norbert Schmitt, müssen die Eichen nach den EU- Richtlinien geschont werden
und deshalb wird die Straße nach Nordosten verlegt. Aufgrund der vorliegenden Planungen werden jedoch das Eichenwäldchen und
Streuobstgärten durchschnitten. Die genaue Trassenführung bleibt somit der Planfeststellung vorbehalten.
Die Planungen liegen uns aktuell vor. Der Gesamtplan ist hier
zu sehen. Das Gebiet mit der Kreuzung Umgehungsstraße/Rosenbacher Str. haben wir herauskopiert:


Das Bürgerforum setzt sich dafür ein, dass die Natur unserer Umgebung weitgehend erhalten bleibt und die Eingriffe in diese wertvollen
Naherholungsgebiete möglichst gering bleiben. Hier sind insbesondere auch Jäger, Heger und Pfleger unserer Natur gefordert um auf die
Belange von Flora und Fauna hinzuweisen. Vorkommen wie Fledermäuse, Wendehals, Fasane, Rehe , Hasen, Wiedehopf, Neuntöter, Buntspecht,
Schwarzspecht u.v.m. sind zu schützen.
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7. Wird bei den Planungen zur Umgehungsstraße die Streckenführung der StUB berücksichtigt?
Die Trasse der Stadt-Umland-Bahn wird im derzeitigen Planungsentwurf nicht dargestellt. Dies muss im Rahmen des
Planfeststellungsverfahren gefordert werden.
Nach Meinung des Bürgerforum Dormitz sollte als Beitrag zum umweltfreundlichen Verkehrsverhalten auch weiterhin der
Bau der Stadt-Umland-Bahn gefördert und auf jeden Fall die Trasse gesichert werden.
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8. Welche Auswirkungen wird die Umgehungsstraße auf die Hochwassersituation auf landwirtschaftlichen Flächen und am Rande
der Wohnbebauung haben?
Der Wasserabfluss wird sich durch die Verlegung der Staatsstraße verändern. Welchen Einfluss dies auf die Landwirtschaft und die
Randbebauung nimmt, wird sich im hydrogeologischen Gutachten zeigen. Dieses Gutachten wird während der Auslegungsfrist von 6 Wochen
nach Einreichung der Planfeststellung der Öffentlichkeit zur Einsicht vorliegen.
Welche Flächen in Zukunft der Gefahr von Hochwasser ausgesetzt werden wird sich dann zeigen. Aber bereits jetzt ist sicher, dass einige
landwirtschaftliche Flächen, wie z.B. die Spargelanbaufläche Richtung Weiher durch den Bau der Umgehungsstraße beeinträchtigt werden oder
wie z.B. die Flächen der Fl. Nrn. 223/5 und 223/3 ganz asphaltiert werden.

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9. Welche Verkehrsprognosen werden dem Umgehungsstraßenbau zugrunde gelegt?
Dazu gibt es vom Straßenbauamt Bamberg ein Gutachten, dass dem Bürgerforum vorliegt. Wir berichten in Kürze.
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10. Wie wird der Rückbau der heutigen Hauptstraße finanziert?
An erster Stelle steht der Wunsch: Umgehungsstraße um jeden Preis!
Die veranschlagten Kosten nur für die Umgehung Dormitz West (Ausbaulänge 1,9 km) beträgt ca. 12,1 Mio. EURO.
Die Dormitzer West- Umgehung wurde im Sommer 2000 in die Dringlichkeitsstufe 1R vom Straßenbauamt Bamberg zurückgestuft,
da der Nutzen-Kostenfaktor bei einer Ausbausumme von damals 9,21 Mio. DM und somit die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben war.
Heute steht die Umgehung noch immer in Dringlichkeitsstufe 1 R und wird trotz alledem vom Straßenbauamt Bamberg und der
Regierung beplant.
Im Jahr 2000 fuhren insgesamt ca. 12.000 Kfz auf der Hauptstraße. Heute sind es nach dem Verkehrsmengen-Atlas 2005 innerhalb
von 24 Stunden PKW 9.248 und LKW 451.
Am 09.04.09 regte das Bürgerforum Dormitz im Gespräch mit Herrn Bürgermeister einen kostengünstigen Rückbau der Hauptstraße,
noch vor dem Bau der Umgehungsstraße, an. Die Kosten des Rückbaues der Dormitzer Hauptstraße sind momentan noch nicht abzuschätzen
und gehen sicher in die Milionenhöhe.
Das Beispiel Heroldsberg hat gezeigt, dass Bürgerinnen und Bürger nachträglich zur Kasse gebeten und die Rückbaumaßnahmen nach der
Straßenausbausatzung zu 100 % auf die Anlieger umgelegt wurden.
Das Bürgerforum Dormitz möchte diese Härten für die Anlieger vermeiden und schlug vor, noch vor dem Bau der Umgehungsstraße den
Rückbau der Hauptstraße beim Straßenbauamt Bamberg zu beantragen.
Die rechtlichen Grundlagen hierfür sind gegeben:
Maßgebend ist die Befahrung der Hauptstraße im Spitzenwert pro Stunde. Die Automatische Zählstelle in Uttenreuth zählt 1.053 Kfz/h.
Die Straßenausbaurichtlinien des Freistaates Bayern sehen bei einem Wert von bis zu 1.500 Kfz/h eine maximal erforderliche Straßenbreite
von 6,5m vor, bei bis zu 1.700 Kfz wäre eine Straßenbreite von 7m erforderlich (unter www.sicher-Strassen.de kann das nachgelesen werden).
Unsere Hauptstraße ist an vielen Stellen bis zu 8,5m.
Ein Antragerfolg würde für unsere Hauptstraße einen Rückbau auf 6,5 m auf Kosten der Staatsregierung bedeuten. Eine Aufbringung von
Flüsterasphalt zur Lärmeindämmung könnte unter Zuzahlung der Gemeinde umgesetzt werden, nur die Verbreiterung der Gehwege müsste in
diesem Fall evtl. auf die Anlieger umgelegt werden.
Herr Bgm. Schmitt sagte dem Bürgerforum Dormitz zu diesen Antrag beim Straßenbauamt Bamberg zu stellen, der unabhängig vom Antrag zum
Ausbau über die Städtebauförderung zu sehen ist.
Das Bürgerforum bedankt sich und erhofft einen guten Schritt zur Besserung der Lärmsituation und Sicherheit an und auf der Hauptstraße
vorangekommen zu sein.
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